Seitenübersicht | Fotogalerie

Friedrich der Große

logo_spk
Friedrich der Große > Friedrich am Schreibtisch > Politik und Familie
 

Politik und Familie

Prinz Ferdinand. Kupferstich von Johann Esaias Nilson nach Joachim Martin Falbe. SBB PK, Portr.Slg./Fürsten/ gr./August Ferdinand von Preußen, Nr. 7
Prinz Ferdinand. Kupferstich von Johann Esaias Nilson nach Joachim Martin Falbe. SBB PK, Portr.Slg./Fürsten/ gr./August Ferdinand von Preußen, Nr. 7

Mit seiner Thronbesteigung 1740 wurde Friedrich zugleich auch Familienoberhaupt, Chef des Hauses Hohenzollern. Ihm oblag nicht nur die Mehrung des ererbten Besitzes, sondern auch die Sorge um den Fortbestand der Dynastie, die Erziehung des Thronfolgers und die Versorgung der übrigen Familienmitglieder.
Hunderte Briefe, die er mit seinen Verwandten wechselte, beweisen, dass er seine Rolle als Sohn, Ehemann, Bruder, Schwager und Onkel sehr ernst nahm.

Seiner Mutter Sophie Dorothea (1687 – 1757) begegnete Friedrich mit größtem Respekt. Wichtige Familienereignisse wurden auch mit seiner Frau Elisabeth Christine besprochen.

Am nächsten stand ihm allerdings seine seelenverwandte ältere Schwester Wilhelmine Markgräfin von Bayreuth (1709 – 1758). Dagegen kam es zum Bruch mit seinem jüngeren Bruder August Wilhelm (1722 – 1758), dem Friedrich militärisches Versagen vorwarf.

August Wilhelm Prinz von Preußen. Stahlstich. SBB PK, Portr.Slg./Fürsten/ gr./August Wilhelm Prinz von Preußen, Nr. 1
August Wilhelm Prinz von Preußen. Stahlstich. SBB PK, Portr.Slg./Fürsten/ gr./August Wilhelm Prinz von Preußen, Nr. 1

Das Verhältnis zwischen dem König und Prinz Heinrich (1726 – 1802) war zeitlebens von Rivalität bestimmt. Ebenso brillant als Feldherr wie als Diplomat, fühlte sich Heinrich dem königlichen Bruder überlegen, äußerte scharfe Kritik an Friedrichs Vorgehensweise und wäre gern selbst an dessen Stelle gewesen.

Ähnlich gelagerte politische Interessen verbanden Friedrich mit seiner Schwägerin, der Königin(mutter) Juliane Marie von Dänemark (1729 – 1796).

Am Ende von Friedrichs langer Herrschaft sicherte eine staatliche Reihe von Neffen und Nichten den Fortbestand der Dynastie. Während Wilhelmine von Oranien ihren Onkel als liebevollen „zweiten Vater“ erlebte, gestaltete sich Friedrichs Beziehung zu deren Bruder, dem sinnenfrohen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (1744 – 1797), spannungsreich.

mehr...