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Friedrich der Große

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Aber trotz all diesem Ärger, Friedrich über alles!

»Ich [...] bin überhaupt sehr sehr in Anspruch genommen durch eine neue Sache, die mir aber, denke ich große Freude machen soll«, berichtet Menzel im April 1839 dem Freund Carl Heinrich Arnold. »Eine Leipziger Buchhandlung (J. J. Weber) hat mir angetragen, zu einem Leben Friedrichs des Großen welches sie herausgeben wird, und das Dr. Kugler nach sehr guten und sehr detaillirten Quellen schreibt, eine Anzahl von mehreren Hundert Holzschnitten zu komponiren und auf den Holzblock zu zeichnen. Das Werk soll einen Pendant zum Leben Napoleons, wozu Horace Vernet die Holzschnitte zeichnet, das Sie vielleicht schon kennen, abgeben.«

Das Buchprojekt anlässlich der Hundertjahrfeier der Thronbesteigung Friedrichs des Großen wird Menzel nicht nur mehr als drei Jahre intensiv beschäftigen, es gibt auch seiner künstlerischen Laufbahn entscheidende Impulse. So machen ihn seine Studien zum Kenner der Zeitumstände und seine Bilder schließlich zum Maler Friedrichs des Großen schlechthin.

Nachdrücklich hatte Franz Kugler gegenüber dem Verleger die Mitarbeit Menzels empfohlen. Keinen besseren Künstler könne er vorschlagen, obgleich dieser noch sehr jung und eher unbekannt sei, »gleichwohl hat sich in ihm ein Reichtum der Phantasie, eine Sicherheit in allen Elementen künstlerischer Darstellung, eine belebende, poetische Kraft entwickelt, wie alles dies vereinigt, nur sehr selten gefunden werden dürfte«. Nach den ersten Schwierigkeiten mit den ungeübten Holzschneidern schreibt Menzel an seinen Freund Arnold, dass »wer sich nicht selbst je mit so was, dergleichen ich nun vorhabe, beschäftigte keinen Begriff hat mit wieviel Mühen Weitläufigkeiten, und [...] unausweichbaren Verdrießlichkeiten so etwas verknüpft ist. [...] Aber trotz all diesem Aerger, Friedrich über Alles!«

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