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Friedrich der Große

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Menzels Friedrich wird populär

Schon bald nach der Fertigstellung der Tafelrunde berichtet Menzel in einem Brief an den Freund Carl Arnold: »Der hiesige Kunstverein macht Anstalten mein Bild, das er im vorigen Jahr kaufte (Friedrichs Tafelrunde) stechen zu lassen.« Das Ergebnis, ein großer Schabkunst-Kupferstich, macht dessen Schöpfer Fritz Werner als Reproduktionsstecher weithin bekannt. Es folgt ein zweites Vereinsblatt: Der Schlesische Kunstverein, für den Menzel die Huldigung der Schlesischen Stände gemalt hat, lässt sein Bild von Paul Habelmann als Jahresgabe für die Mitglieder reproduzieren. Auch das Flötenkonzert setzt Fritz Werner nach dem hoffnungsvollen Beginn aufwendig in eine Zeichnung um, die schließlich aber doch nicht gestochen wird. Eine künstlerische Reproduktion schafft wesentlich später August Boerner, der 1925 auch die Tafelrunde noch einmal als Jahresgabe des Vereins der Kunstfreunden Preußen umsetzt.

Weitere Verbreitung als diese exklusiven Auflagen finden die Reproduktionen in Geschichtswerken wie der Deutschen Gedenkhalle, in der zum Beispiel die Begegnung Friedrichs II. mit Joseph II. in Neiße erscheint. Und bald folgt die Fülle an Lichtdrucken, Öldrucken und Fotografien in verschiedenen Größen und Preisklassen. Selbst als Sammelbilder finden die populären Motive Menzels aus der Zeit Friedrichs des Großen weite Verbreitung.

Und wie steht Menzel zur Popularisierung seiner Bilderfindungen? Mehrfach zeichnet er in den siebziger Jahren Vorlagen für Zeitschriftenbeilagen. Selbst das vielleicht populärste seiner Motive, die Tafelrunde, greift er dabei erneut auf. Er variiert die Sitzordnung, den Blickwinkel und lässt den Kronleuchter erstrahlen. Die Zeichnung schneidet Albert Vogel, Professor der Xylographie (Holzschneidekunst) an der Königlichen Akademie, mit dem Menzel seit der Illustrierung des Kugler zusammenarbeitet.

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