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Friedrich der Große

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Von mehr als einer Welt. Die Künste der Aufklärung

Top and Tail, 1777, kolorierter Kupferstich, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek

Die europäische Aufklärung hat als Epoche der Literatur und Philosophie Weltgeschichte geschrieben. Ihre Bedeutung für die Bildende Kunst wird dagegen häufig übersehen. Zu Unrecht, denn die Aufklärung entdeckte in der Kunst eine Kraft, die unsere Welt verändern kann, indem sie neue Welten schafft.

Dieser revolutionäre Gedanke steht im Mittelpunkt der Ausstellung Von mehr als einer Welt. Sie ist inspiriert von der Spekulation der Aufklärer, dass unser Kosmos nur ein Universum von vielen ist, und trägt den Titel eines Buches, das wie kein anderes die Imagination der Aufklärer beflügelt hat: Bernard Le Bovier Fontenelles Gespräche von "Mehr als einer Welt". Weiter...


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Zergliederungskunst

Jacques Gondouin, Description Des Écoles De Chirurgie, Paris 1780 (Tafel XXIX), Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek

Die Aufklärung praktizierte eine „Zergliederungskunst“, die den Körper anatomisch zerlegte. Im Anatomischen Theater wurde er zum Objekt einer schonungslosen Schaulust, die Neugierde und Voyeurismus in sich vereinte.  Weiter...


Pygmalion

Nicolas de Largillière, Der Bildhauer René Frémin in seinem Atelier, um 1713, Leinwand, 135,5 x 109,5 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie

Der antike Mythos vom Künstler Pygmalion, der eine lebende Skulptur erschuf, war für das 18. Jahrhundert kein Märchen, sondern eine Zukunftsvision. Die bildende Kunst wähnte sich dem Geheimnis des Lebens dicht auf den Fersen. Weiter...


Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, das Blatt 43 aus der Serie Los Caprichos von Francisco de Goya, lenkt den Blick auf die dunklen Phantasmen und Visionen des 18. Jahrhunderts. Weiter...

 

Der letzte Mensch

Giovanni Paolo Pannini, Phantasielandschaft mit antiken Ruinen, um 1730, Leinwand, 98 x 134 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie

Der letzte Mensch“ ist das Schlusskapitel der Ausstellung. Ende des 18. Jahrhunderts stand der aufgeklärte Mensch an der Schwelle zu einer neuen Zeit. Industrialisierung und Rationalisierung verwandelten das alte Europa in eine fremde Welt. Die Natur, philosophischer Schlüsselbegriff und Sinnbild der Epoche für ein menschengemäßes, befreites Dasein, wurde nun auch in ihrer unsteten, bedrohlichen Ausprägung wahrgenommen.

Das Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755 versetzte ganz Europa in apokalyptische Angst, und der Blick auf die Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum wurde zu einer bestimmenden Größe: Der Mensch stellte sich die Zukunft der Zivilisation in Ruinen vor. Weiter...