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Friedrich der Große

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Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer

Yinka Shonibare MBE, The Sleep of Reason Produces Monsters (Africa), 2008 C-print, montiert auf Aluminium, 182,9 x 125,7 cm, © The Artist/Courtesy James Cohan Gallery, New York/Shanghai

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, das Blatt 43 aus der Serie Los Caprichos von Francisco de Goya, lenkt den Blick auf die dunklen Phantasmen und Visionen des 18. Jahrhunderts. Im Zeitalter der Aufklärung spielte die Kunst eine durchaus zwielichtige Rolle.

Zum einen versorgten Künstler das aufgeklärte Publikum mit Darstellungen des Medienbetriebs und mit karikaturistischen Seitenhieben auf die Sensationslust, zum anderen entdeckten sie in dem wachsenden Bedürfnis nach übernatürlichen Mysterien einen vielversprechenden Zukunftsmarkt.

Selbst die Bilderwelten Goyas appellierten keineswegs nur an den kritischen Verstand, sondern auch an die morbide Freude über Monster, Hexen, Gespenster und „Vampyre“. Neue Bildideen, künstlerische und technische Tricks machten das Phantastische immer realistischer – und damit noch phantastischer. Die Bildkultur präsentiert sich im 18. Jahrhundert in einer Doppelrolle als Aufklärungs- und Illusionsmaschine. Es ist ein Spiel, das sie noch heute mit Erfolg betreibt.

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