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Friedrich der Große

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Von mehr als einer Welt. Die Künste der Aufklärung

Top and Tail, 1777, kolorierter Kupferstich, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek

Die von der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, konzipierte und mit Unterstützung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz realisierte Ausstellung wurde in der Zeit vom 10. Mai bis 5. August 2012 in den Sonderausstellungshallen am Kulturforum gezeigt.

Die europäische Aufklärung hat als Epoche der Literatur und Philosophie Weltgeschichte geschrieben. Ihre Bedeutung für die Bildende Kunst wird dagegen häufig übersehen. Zu Unrecht, denn die Aufklärung entdeckte in der Kunst eine Kraft, die unsere Welt verändern kann, indem sie neue Welten schafft. Dieser revolutionäre Gedanke steht im Mittelpunkt der Ausstellung Von mehr als einer Welt. Sie ist inspiriert von der Spekulation der Aufklärer, dass unser Kosmos nur ein Universum von vielen ist, und trägt den Titel eines Buches, das wie kein anderes die Imagination der Aufklärer beflügelt hat: Bernard Le Bovier de Fontenelles Gespräche von Mehr als einer Welt (1686).

Die Ausstellung entführt den Besucher auf eine abenteuerliche Reise durch die Bilder-Welten der Aufklärung. Sie beginnt mit den fremdartigen Bewohnern der Gestirne, führt in das Reich der Anatomie und in die Tabuzonen des menschlichen Körpers, in die Welt der frühen Massenmedien und in die Ateliers der Künstler, die davon träumten, künstliches Leben zu erschaffen. Das „Zeitalter der Vernunft“ zeigt sich in völlig neuem Licht - als ein Jahrhundert zukunftsweisender Inspirationen nicht nur für Philosophie und Literatur, sondern auch für die Kunst. Das Spektrum reicht von der Idee einer abstrakten Kunst über die Geburt des Vampir-Mythos bis hin zur Vision der letzten Tage der Menschheit.

Zur Ausstellung ist im Michael Imhof Verlag ein Katalog erschienen und kann direkt bestellt werden.

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